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Sicherung und Erschließung des Bildbestandes der Deutschen Kolonialgesellschaft in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main von Dr. Irmtraud Wolcke-Renk
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Beschreibung der
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Beschreibung der Bildsammlung Die Deutsche Kolonialgesellschaft (DKG) war mit ihren bis zu 42.000 Mitgliedern der größte und einflußreichste Interessenverband der deutschen Kolonialbewegung. Sie bestand, wenn auch seit 1933 dem Reichskolonialbund eingegliedert, von 1882 bis 1943. Ihr wichtigstes Mittel der Öffentlichkeitsarbeit war der Redevortrag. Schon in den 1880er Jahren wurde dieser gelegentlich wirkungsvoll durch private Glasplatten-Diapositive der Gastredner illustriert. Dies veranlaßte die Gesellschaft 1891, mit zunächst rund 100 großformatigen Schwarzweiß-Diapositiven den Grundstock zu einer eigenen Bildsammlung zu legen. Nachlässe von Mitgliedern und Freunden der Gesellschaft sowie die Überlassung von Originalen oder Duplikaten aus heute größtenteils untergegangenen amtlichen, kommerziellen und privaten Sammlungen vergrößerten rasch den Bildbestand. Der durch die Bildsammlung der Deutschen Kolonialgesellschaft abgedeckte Dokumentationszeitraum reicht von einzelnen Großplattenraritäten der 1860er Jahre bis zu den ersten Farbdias von Ende der 1930er Jahre. Die Sammlung der DKG ist nach einem einheitlichen Konzept geordnet worden. Sie informiert zunächst sehr differenziert über die Träger und die Tätigkeit der deutschen Kolonialbewegung und dokumentiert dann hauptsächlich die allgemeine und insbesondere die deutsche Kolonialgeschichte. Im umfangreicheren regionalen Teil werden alle Gebiete behandelt, in denen das Deutsche Reich Kolonialinteressen verfolgte:
Die Hauptthemenbereiche sind
Entdeckungs- und Forschungsreisen, Geologie und Bergbau, Vegetation und einheimische
Landwirtschaft, Landschaften und Tierstudien, die Siedlungstätigkeit Einheimischer und
Weißer, Schule und Mission, traditioneller Handel und Verkehr, Einführung moderner
Verkehrsmittel (Hafenanlagen, Eisenbahnen, Straßen), die Wirtschaftsentwicklung durch
Europäer, Schutztruppen und Aufstände. Die gleichen Themen werden beispielhaft auch für
Kolonien anderer Staaten in Afrika, Asien, Australien und Ozeanien vorgestellt.
Phototechnisch gliedert sich der Bestand in folgende Gruppen:
Die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt verfügt damit über eine breitgefächerte und wohl einzigartige kulturhistorische Bildsammlung der deutschen Kolonialaktivitäten, deren Sicherung und Erschließung ein hoher wissenschaftlicher Rang zukommen dürfte. Zustandsbeschreibung Die Bilder sind, als Negative
oder Positive (Dias) in unterschiedlichen Formaten und auf diversen Bildträgern, in
Pappkartons gelagert. Das Material ist durch Lagerungsschäden und Alterung unmittelbar
gefährdet. Ein beträchtlicher Teil weist Verkratzungen, Verklebungen, Glasbruch,
Ausbleichungen, Salzausblühungen, Schichtablösungen o. ä. auf. Alle Bilder sind
hochgradig verstaubt. Erfassung der Bildinhalte Allem Anschein nach sind die Bilder für die Auslagerung noch in sinnvoller Reihenfolge und relativ sorgfältig verpackt worden. Das Material hat aber im Zuge seiner kriegsbedingten Wanderungen die ursprüngliche Ordnung weitgehend eingebüßt. Beispielsweise scheint fast jeder, der mehrere Kästen aus Neugier oder sonstigen Gründen öffnete, grundsätzlich die zur Beschriftung und Markierung verwendeten Deckel vertauscht zu haben; in mindestens 50% der Fälle haben die Deckeltexte absolut nichts mehr mit dem Inhalt zu tun. Möglicherweise sind auch noch beiliegende Zettel verloren gegangen. Nur wenn Texte direkt bei/an den Bildern vorhanden sind, ist der Bildinhalt für uns meist problemlos zu identifizieren. Die Sammlung ist also in beträchtliche Unordnung geraten, so daß eigentlich eine Detektivarbeit am Anfang steht, die fachkundiges Sortieren kombinieren muß mit der Handhabung tausender Einzelinformationen. Erst nachdem die Ausstattung der Bibliothek mit moderner Datenverarbeitungstechnik die Behandlung der zu erwartenden Datenflut auf akzeptable Weise zu ermöglichen schien, wurde daher 1992 mit dem genaueren Sichten und Erfassen des Inhalts der Kästen begonnen. |
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Sicherung und dazu erforderliche vorbereitende Maßnahmen Um dieses geschichtsträchtige Fotomaterial zu erhalten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, sind nach einer Grobsortierung folgende Bearbeitungsschritte notwendig:
Für das komplette Projekt war anfangs eine
Gesamtsumme von 2,5 Mio. DM und eine Bearbeitungsdauer von 6 Jahren vorveranschlagt
worden; ein Geldgeber für ein derart großes Objekt ließ sich aber verständlicherweise
nicht finden. Auch Spendenangebote konnten den zum Einstieg in das Projekt benötigten
Finanzbedarf nicht decken.
Bei einer Massenverfilmung muß das
Material bevorzugt nicht nach Bildinhalt, sondern nach Bildträger und Bildformat sortiert
sein, da die Verfilmungsfirmen bei der Preiskalkulation davon ausgehen, daß ihnen jeweils
größere Mengen gleichartigen Materials übergeben werden, so daß Serienarbeit ohne
allzu häufiges Umstellen der Maschinen möglich wird. Aus dem vorhandenen Material wurden
deshalb für die ersten größeren Probeaufträge ca. 15.000 Glasplattennegative des
Formats 9x12 ausgewählt. Im Hinblick auf eine spätere wissenschaftliche Erschließung
und Bereitstellung für den Nutzer war natürlich auch eine thematische Grobsortierung
geboten. Um aber die doch recht empfindlichen Vorlagen zu schonen, entschlossen wir uns,
keine Feinsortierung durchzuführen und die Bilder zunächst verfilmen zu lassen.
Bestärkt wurden wir dabei durch die Tatsache, daß die Bilder der Sammlung keine
Inventarnummern enthalten. Mit dieser Vorgehensweise ist der Verfilmende der erste, der
jedes einzelne Bild direkt in die Hand nimmt. Sobald dann zusammen mit der Sicherung jedes
Bild automatisch eine eineindeutige
Codierung
Die Bezeichnung
"Massenverfilmung" ist übrigens für unser Projekt nicht voll zutreffend. Zwar
ist die Vorbereitung und die Zusammenstellung der Lieferungen "auf Masse"
abgestellt, trotzdem muß die Verfilmungsfirma aber jedes einzelne Bild reinigen und für
jedes einzelne Bild die Maximal- und Minimaldichte bestimmen, damit möglichst viele
Informationen des Originals auf den Sicherungsfilm übertragen werden.
die um 1907 entstanden, um Photos von Dr.
Fritz Jäger, der durch den Ersten Weltkrieg zwischen 1914 und 1919 in Südwestafrika
festgehalten worden war, sowie - nach Themen benannt - um Bilder zu Fauna, Flora, Jagd,
Verkehr, Bevölkerung u.a.m.
Im Verlauf unserer Arbeiten stellte sich
außerdem heraus, daß bei der Verwendung von Farbfilmen zumindest der Benutzungsfilm
perforiert sein muß, da er sonst zur Herstellung von Abzügen in kommerziellen
Großlabors nicht bearbeitet werden kann, so daß unter deutlich erhöhten Kosten auf
Speziallabors ausgewichen werden müßte. |
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Bearbeitung des Materials nach
der Sicherung Nach Ausführung der beschriebenen ersten
Sicherungs-(probe-)aufträge hatten wir zahlreiche Filmrollen vor uns liegen, konnten sie
aber praktisch nicht nutzen. Unser ursprünglicher Plan, von den Filmen nach und nach im
hauseigenen Labor Abzüge herstellen zu lassen, war nämlich nicht mehr zu realisieren, da
die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt Frankfurt zu massiven Personal- und
Mittelkürzungen geführt hatten - und 30m lange Halbtonfilme kann man realistischerweise
nicht wieder und wieder zur Erlangung von Einzelinformationen hin- und herspulen. Es
fehlte uns also zunächst das Ansichtsmedium, nach welchem die Bilder von uns bearbeitet
und später vom Benutzer gesichtet und bestellt werden können. 1.) Die verschiedenen
Ansichtsmedien Natürlich ergaben sich die Schwierigkeiten, in die das hauseigene Photolabor geraten sollte, nicht von heute auf morgen. Wir hatten somit Anlaß und in gewisser Weise auch Zeit, die ganze Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln neu zu überdenken und zu diskutieren. Dies führte zu dem Ergebnis, neben der Variante der Papierabzüge die Alternativen Microfiche und Photo-CD ernsthaft in die Überlegungen einzubeziehen. Wir testeten also einen kleinen Teil des Filmmaterials daraufhin, welche der drei Möglichkeiten -- unter den Aspekten der Kosten, des sofort und künftig zu erwartenden Zeitaufwandes für eine Bearbeitung, des quantitativen und qualitativen Outputs an Informationen und nicht zuletzt der "Bequemlichkeit" bei der Nutzung -- unseren Anforderungen am besten entspräche. Dazu wurden unter Verwendung derselben Negative in Auftrag gegeben:
Als grundsätzlicher Befund unserer Tests
ist festzustellen, daß weder die Papierabzüge noch normal belegte Microfiches in der
Lage sind, alle auf einem Film vorhandenen Details wiederzugeben, während
Photo-CDs, wo die Daten in digitalisierter Form vorliegen, bei hoher Auflösung dazu
komplikationslos fähig sind, sofern die erforderliche Speicherkapazität vorhanden ist. Papierabzüge Die Papierabzüge vom Benutzungsfilm wurden
in einem für gute Arbeit bekannten Photofachgeschäft hergestellt, es erfolgte aber keine
besondere Zusatzbehandlung. Die Qualität der Abzüge ist brauchbar, der Preis liegt
jedoch unverhältnismäßig hoch (mindestens 2 DM für einen Abzug 13x18). Um
qualitativ wirklich sehr gute Abzüge zu erhalten, die für Veröffentlichungen verwendbar
sind, müßten zusätzliche Handbearbeitungen durchgeführt werden, was nochmals um ein
Vielfaches teurer würde. Wir sind daher von unserer ursprünglichen Idee abgegangen, zur
späteren wissenschaftlichen Bearbeitung von jedem Bild einen Papierabzug herstellen zu
lassen. Microfiches Microfiches sind heute das gängige Medium
zur Sicherung von Schriftgut aller Art, besonders von umfangreichen Textsammlungen wie
z.B. großen Zeitschriftenbeständen. Die notwendigen Lesegeräte sind in praktisch jeder
Bibliothek und jedem Institut vorhanden. Es erscheint also konsequent, ein großes
Bildarchiv auf Microfiches anzubieten, denn dies ermöglicht es, das gesicherte Material
ohne Schädigung der Filme beliebig oft und vor allem auch ohne
Datenverarbeitungsausrüstung anzusehen. In Kombination mit der ebenfalls von der
Möllgaard-Stiftung finanzierten Datenbank aller Angaben, welche sich bei dem originalen
Bildmaterial befinden (siehe im Folgenden), ist ein Ausdruck der vorhandenen bildbezogenen
Informationen möglich und kann den Microfiches als Papierausgabe beigefügt werden. Wir betrachten die Photo-CD, unter welchen Aspekten man auch immer argumentieren mag, als das optimale Arbeitsmedium:
Vergleichende Bewertung der einzelnen Ansichtsmedien:
2.) Erfassung der Bilder und ggf. der Bildtexte Ein Katalog mit stichwortartigen
Beschreibungen der verfilmten Kästen ist in einer Datenbank als Nebenprodukt der
Vorbereitung zur Sicherung bereits vorhanden. Die Verknüpfung der Sicherungsfilme mit
diesem Katalog durch Nachtragen der Filmcodierungen in der Datenbank wurde, da
Hilfskräfte zunächst nicht in Sicht waren, von der Projektleiterin übernommen, um die
Übersicht über die bisher bearbeiteten Materialgruppen nicht zu verlieren.
Zur Vermeidung von Doppelarbeit und zur
Schonung der Originale sollten die vorgenannten zwei Arbeitsschritte gemeinsam erfolgen,
ggf. unter Erweiterung um zusätzliche Microfiche- und CD-Codes. Die Originale sollten
nach dieser Aktion möglichst nicht mehr benutzt werden, ausgenommen zu
Restaurierungszwecken oder zur Herstellung hochwertiger und stark vergrößerungsfähiger
Reproduktionen, welche allerdings preislich eine absolute Sonderstellung einnehmen. Die Eingabemaske wurde in unserem Hause
nach unseren Erfordernissen entworfen. Sie ist bei Bedarf jederzeit erweiterbar und wird
als Anlage 2 in verkürzter Form vorgestellt. Die Einzelbilderfassungen mittels der
Eingabemaske laufen zur Zeit für das bereits gesicherte Material - möglich wurde dies
dank Geldern der Marga-und-Kurt-Möllgaard-Stiftung für eine ausstattungsbedingt
begrenzte Zahl studentischer Hilfskräfte.
Aus der Bildsammlung der DKG zu entnehmende Befunde und alte Angaben
Aus den alten Texten übernommene oder recherchierte Daten und Angaben
Bei der inhaltlichen Beschreibung und/oder wissenschaftl. Auswertung zu erstellende Angaben
Für die Sicherungsverfilmung muß mit etwa
6,- DM je Bild gerechnet werden, wenn 3 Filme entstehen sollen. Der Preis hängt
natürlich auch vom Zustand des Materials und der Größe des Auftrags ab. Die Herstellung eines Masterfiches mit 49
Aufnahmen kostet ca. 15,- DM, jede davon gezogene Silber-Halbton-Kopie etwa
3,50 DM. Andere Microfiche-Vervielfältigungsarten mußten wir unter den bei uns
gegebenen Möglichkeiten bisher als qualitativ unbefriedigend einstufen (z.B.
Readerprinterabzüge). Die Übertragung eines Bildes auf
Kodak-Photo-CD liegt bei direkter Übernahme vom Film, also ohne Änderung der Bildfolge,
bei ca. 2,- DM pro Aufnahme. Der Ausdruck eines Bildes von der CD auf Papier
verursacht ungefähr 1,- DM Selbstkosten, wobei der Preis des Toners am stärksten zu
Buche schlägt. Die Personalkosten für die Eingabe der
Bilddaten in die Datenbank sind etwas schwierig zu berechnen, da die anfallende Datenmenge
pro Bild höchst unterschiedlich ist. Im Schnitt gehen wir von einer Bearbeitungszeit von
etwa 15 Minuten je Bild aus. Die Vergütung einer studentischen Hilfskraft beläuft sich
derzeit auf etwa 15,- DM pro Stunde, wobei keine Lohnzusatzkosten anfallen. Stand für diese Angaben: Frühjahr 1996.
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Bearbeitungsprogramm zur
wissenschaftlichen Erschließung 1) Allgemeine wissenschaftliche
Erschließung Die Bearbeitung der Bildsammlung der DKG kann erst dann als abgeschlossen angesehen werden, wenn diese nicht nur gesichert und katalogisiert, also einem breiten Publikum zugänglich gemacht, sondern wenn sie auch noch wissenschaftlich erschlossen, also qualifiziert beschrieben und kommentiert worden ist. Hierzu gehört auch die Recherche nach ergänzenden Materialien (Archivalien, gedruckte Verzeichnisse, Beschreibungen anderer Bildbestände etc.), die Führung von fachlicher Korrespondenz und die Auswahl weiteren in- und ausländischen Bildmaterials zur sinnvollen Ergänzung der eigenen Sammlung. Die Erschließungsarbeit kann im Prinzip nur von wirklichen Spezialisten übernommen werden, die z.B. sehr gute Landeskenntnisse der ehemaligen deutschen Kolonialräume und möglichst auch ein beachtliches Wissen über den deutschen und fremdsprachigen Forschungsstand zur Kolonialgeschichte besitzen. Genaugenommen liegt hier eine Aufgabe vor uns, die nie als wirklich beendet eingestuft werden kann. Es wird immer neue Informationen geben, die nachzutragen lohnend erscheint. Wenn wir vom Abschluß der Arbeiten sprechen, meinen wir demgegenüber einen anzustrebenden Zustand, in dem zu jedem als wichtig erscheinenden Bild (unsere Sammlung enthält durchaus auch Belangloses) eine informative Beschreibung und möglichst auch ein ergänzender Kommentar in einer Form vorliegt, die raschen und selektiven Zugriff ermöglicht. Zwischen 5 und 10 Mannjahren intensiven Schaffens sind hierzu sicherlich einzuplanen. Gegenwärtig stehen uns keinerlei Mittel
zur Vergütung solcher wissenschaftlichen Arbeiten zur Verfügung. Wir hoffen aber auf die
Mithilfe freiwilliger und weitgehend ehrenamtlicher Mitarbeiter. Für den Bereich Namibia,
Kiautschou/Tsingtau und vielleicht auch Tansania sind wir in diesem Sinne bereits fündig
geworden, der Beginn der Erschließungsarbeiten ist hier abzusehen. 2) Erstellung einer digitalen Bilddatenbank Zu einer optimalen wissenschaftlichen Erschließung muß heute auch die Übertragung der digitalisierten Bilder und der zugehörigen Kommentare in eine Datenbank gezählt werden, von der aus das Material online abgerufen oder per CD-ROM weitergegeben werden kann. Die Erstellung einer solchen Bilddatenbank
ist jedoch beim gegenwärtigen Stand der Arbeiten und in Anbetracht des eingeschränkten
finanziellen Spielraums sicherlich die der Bibliothek am wenigsten dringlich erscheinende
Aufgabe, über deren Realisierung auch später noch entschieden werden kann. Die Zeit für
eine Diskussion einschlägiger Details ist also unsererseits noch nicht gekommen; die
diesbezüglichen gedanklichen Vorbereitungen, Planungen und grundlegenden Versuche konnten
wir aber dankenswerterweise schon jetzt in die Hände von Herrn Prof. U. Jäschke in
Dresden legen.
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Schlußbemerkung Bisher wurde erst ein Teil unserer Sammlung
verfilmt und im Detail gesichtet - die wissenschaftliche Erschließung ist Zukunftsmusik.
Dank der Unterstützung durch die Deutsche Forschungs- gemeinschaft, die Marga-
und Kurt-Möllgaard-Stiftung und die Adolf-Messer-Stiftung ließ sich jedoch
inzwischen wenigstens ein solides Fundament legen. Die Stadt- und Universitätsbibliothek
Frankfurt am Main wird bemüht sein, ihre wohl einzigartige kulturhistorische Bildsammlung
der deutschen Kolonialaktivitäten, der ein hoher wissenschaftlicher Rang zukommen
dürfte, in absehbarer Zeit wieder vollständig verfügbar machen zu können.
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