| Aasinsekten. Die Aasfresser
oder Nekrophagen, soweit sie zu den Insekten gehören, legen entweder ihre Eier
äußerlich
an Tierleichen ab, oder sie besitzen Grabbeine und suchen dann zur
Eiablage
unter die Leiche zu gelangen. Zu den ersteren gehören zahlreiche
Fliegenarten,
deren fußlose Larven, Maden genannt, ein
Drüsensekret absondern, welches die benachbarten Teile der Leiche feucht
und für die Larve genießbar erhält. Zu den letzteren gehören die Aaskäfer (Silphidae), vor allem die Totengräber (Necrophorus und Necrodes) usw.
Suchen mehrere Totengräber auf sandigem Boden gleichzeitig ihre Eier in
eine Tierleiche abzulegen, so wird diese oft völlig eingescharrt,
"begraben".
Daher der Name Totengräber. Von einer bewußten gemeinschaftlichen Arbeit
kann dabei wohl kaum die Rede sein. Man kann mit Tierleichen, die man
an recht verschiedenartigen Orten auslegt, in unseren Kolonien zahlreiches Kleingetier für unsere Museen
fangen. Die kleinen Formen kann man mittels eines Selbstfängers
zahlreich
erbeuten, indem man ein Trinkglas
(s.nebenstehende Abb.) 
in den Boden eingräbt, eine kleine Tierleiche (1) hineinlegt und eine
Glasfliegenfalle (fl) darüber stellt. In die Falle tut man verdünnten
Spiritus (sp) und schließt sie oben mit einem Kork (k). Um die Falle
herum
legt man eine ringförmige Erderhöhung (w) an, sonst kriechen die meisten
Insekten an den Seiten wieder heraus. - A. gehen auch auf Blüten mit
Aasgeruch,
z.B. auf die fast kopfgroße erdständige Blüte, von Amorphophallus in Neuguinea
und im Bismarckarchipel.
Dahl. |