Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 2

Aberglaube. Was mit den religiösen oder wissenschaftlichen Lehren einer gegebenen Zeit nicht übereinstimmt, wird für falsch angesehen; wird es dennoch geglaubt, so nennt man es A.; insbesondere gelten den höheren Religionen die niederen als abergläubische. Als A. im engeren Sinne bezeichnet man die mit uraltem Zauberglauben, zusammenhängenden Erscheinungen des Hexenwahns, des Vampyrismus, des Fernzaubers, der Sympathiemittel usw. (s. Religionen der Eingeborenen). Thilenius.