Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 17 f.

Affen, eine besondere Ordnung der Säugetiere (s.d.). Sie haben zwischen den Eckzähnen vier Schneidezähne; ihre Finger und Zehen tragen sämtlich Nägel, ihre vorderen Gliedmaßen sind Hände, ihre hinteren Gliedmaßen Greiffüße. Bei einigen Gruppen, z. B. bei den Seiden-A. (s.d.), ist der Daumen mehr oder weniger verkümmert. In den afrikanischen Schutzgebieten sind fünf Gruppen der altweltlichen A. vertreten, die Menschen-A. (s.d.), Seiden-A. (s.d.), Meerkatzen (s.d.), Mangaben (s.d.) und Paviane (s.d.). Die Menschen-A. sind schwanzlos, von den Pavianen haben die in Kamerun lebenden Mandrill- und Drill-A. ganz kurze Stummelschwänze; die übrigen und die anderen 3 Gruppen sind langschwänzig. Die Seiden-A. zeichnen sich durch verkümmerte Daumen, die Mangaben durch helle Augenlider und faltiges Gesicht aus. In den Südsee- Schutzgebieten kommen A. nicht vor.

Matschie.