Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 24

Agome, Bezeichnung für ein Gebiet in Togo, welches die Orte Agome-Palime, kurzweg Palime (s.d.) genannt, Pódji, Jo und Tongbé umfaßt. In diesem Gebiet liegt Misahöhe (s.d.), der Sitz der Lokalverwaltung des gleichnamigen Verwaltungsbezirks. In der Nähe von Misahöhe auf dem Berge Klutó ist ein Schlafkrankenlager eingerichtet. Verkehrspolitisch ist das A.gebiet insofern von Bedeutung, als es denjenigen Teil des zentralen Togogebirges umfaßt, in dem die tiefen Einschnitte des Ahä - und Tsibaches und der beide verbindende Françoispaß einen verhältnismäßig bequemen Übergang bieten. Von Palime, dem Endpunkt der Inlandbahn Lome-Palime aus, führt eine fahrbare Straße über Kussuntu, Jo, an Misahöhe vorüber, über den Françoispaß, Tongbe, Kame nach Kpandu (s. Tafel 194); auf dieser ist durch einen Unternehmer ein Kraftlastwagenverkehr eingerichtet. Sie schließt das Voltatal an die obengenannte Bahnlinie an. Das A.gebiet birgt sehr fruchtbare Täler. Die Gebirgshänge sind streckenweise stark bewaldet (s. Tafel 193). - Unter A.gebirge versteht man den das A.gebiet und seine Nachbarschaft umfassenden Teil des zentralen Togogebirges. Die Bezeichnung A.gebirge ist keine sehr glückliche; denn das A.gebiet umfaßt nur einen sehr schmalen Ausschnitt aus dem Gebirge, und zwar gerade den Teil, welcher die Grenze zwischen zwei charakteristischen Gliedern der zentralen Togogebirgskette bildet, nämlich dem Hochland von Awatime, Logba, Leglebi und Kpoëtá und jenem von Kuma.

v. Zech.