Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 31

Alang-Alang. Man versteht unter diesem malaiischen Wort der Art nach verschiedene hohe Blütengräser, die im tropischen Asien und in Neuguinea bestandbildend auftreten. Sie bemächtigen sich insbesondere aller verlassenene Kulturfelder, aller Örtlichkeiten, wo durch Zerstörung der ursprünglichen Vegetation (Niederlegen des Waldes) Neuland geschaffen worden ist, und sind für den Pflanzer, da sie unterirdische, durch Ausgraben zu entfernende Wurzelstöcke besitzen, ein schwer und nur unter Aufwendung bedeutender Unkosten zu vertilgendes Unkraut. Imperata cylindrica stellt das gewöhnlichste und häufigste A.-A.-Gras dar. Neuerdings sucht man seiner dadurch Herr zu werden, daß man zwischen die Grasbülten schnell wuchernde, aber vergängliche Rankenpflanzen (Passiflora foetida z.B.) einsät, die den Schädling überlagern und ersticken.

Volkens.