Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 31

Alantikagebirge, eines der Massive der Massivregion von Nordadamaua in Kamerun. Es erstreckt sich in einem nach NW offenen Bogen von Laro bis zum Benuetiefland, in südsüdwestlich - nordnordöstlicher Richtung und stürzt mit sehr steilen Hängen zu dem im Osten liegenden, dicht an seinem Rande fließenden Faro und zum Mao-Deotal ab. Im Westen geht es in die Dalamiplatte über, die eine Senke zwischen A. und Werregebirge hindurch zum Benuetal sendet. Die Dalamiplatte geht im Süden unmittelbar in den Larozug über, der seinerseits wieder die westlichsten Ausläufer des A. darstellt. Der Hauptkamm des A. liegt im Osten und erreicht Höhen von 2000 m; nach Norden verflacht sich das Gebirge und erhebt sich dann noch einmal im Hossere Karin zu 700-800 m Höhe. Im Süden liegt die Farobucht, die durch das 15-50 km breite Farotal zum Benue offen ist, das zugleich das A. vom Ssarimassiv trennt. - Das A. wird von Tschambastämmen (s.d.), die zu den Sudanvölkern gehören, bewohnt. Der Fuß des Gebirges wird dagegen von Fulbe (s.d.) besiedelt, die die Heiden unterworfen haben. Von Siedelungen ist nur Tschamba, am Ostfuße des Gebirges gelegen, zu erwähnen.

Passarge-Rathjens.