Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 38

Amboinesen, d.h. Bewohner der Insel Amboina im Archipel der Molukken in Indonesien, befinden sich in geringer Anzahl im Schutzgebiet Deutsch-Neuguinea und werden daselbst hauptsächlich in den Bureaus als Schreibgehilfen, ferner als Lageraufseher, Pflanzungsaufseher und in dergleichen Stellungen verwendet. In früheren Jahren wurde aus ihnen auch die Polizeitruppe in den Karolinen und Marianen rekrutiert. Auch auf sie wird, wie auf die Javanen in Deutsch-Neuguinea, im Sprachgebrauch oft fälschlich der Name Malaien (s.d.) angewendet, wiewohl sie ebensowenig wie die Javanen (s.d.) zu den eigentlichen Malaien gerechnet werden können. Die Amboinesen sind in rechtlicher Hinsicht den gleichen Gesetzen und Vorschriften unterworfen wie die im Schutzgebiete Deutsch-Neuguinea einheimischen Eingeborenen.

Krauß.