Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 42

Amerikanische Presbyterianer. Die A. P. haben zuerst in Verbindung mit dem American Board missioniert und dann sich eine eigene Organisation geschaffen in dem Board of Foreign missions of the Presbyterian Church in the U.S.A. (Sitz: Neuyork, Presbyterian Building, 156 Fifth Avenue) 1837. Sie haben daher 1912 das 75jährige Jubiläum feiern können. Im Laufe dieses Zeitraums hat sich die Zahl und der Umfang ihrer Arbeitsgebiete ständig vergrößert. Ihre Arbeitsfelder sind: Syrien (1823), Westafrika (1833), Indien (1834), Persien (1835), Siam (1840), China (1844), Japan (1859), Mexiko (1892) u. a. Nach dem letzten Bericht ist die Zahl der Missionare von 44 im Jahre 1837 auf 1082 im Jahre 1912 gestiegen, die Zahl der Kommunikanten (die Getauften werden nicht aufgeführt) von 12 auf 116006, die der Schüler von 78 auf 55 982. Da sie besonderen Nachdruck auf "Ärztliche Mission" legen, können sie in ihrer Statistik für 1912 darauf hinweisen, daß sie 167 Hospitäler und Apotheken unterhalten, in denen 463 782 Patienten versorgt wurden. Ihre seit 1847 am Ogowe geübte Missionsarbeit brachen sie ab, als sie unter die ihnen lästige französische Herrschaft kamen, und wandten sich 1885 nach Südkamerun (s. Mission 2f).

Literatur: P. Steiner, Kamerun als Kolonie und Missionsfeld. Basel 1909. - C. Mirbt, Mission und Kolonialpolitik in den deutschen Schutzgebieten. Tübing. 1910, 54 u. a. - 75th Annual Report 1912 (Geschichte der Gesellschaft, 13 ff). - S. Mission 6, 10; Missionszeitschriften.

Mirbt.