Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 71

Arazeen, zu den Monokotylen gehörige, aber durch die Netzadrigkeit ihrer Blätter mehr den Dikotylen gleichende Pflanzenfamilie, die in der gemäßigten Zone nur durch wenige Formen (Arum und Calla), in den Tropen durch sehr zahlreiche Gattungen und Arten vertreten ist. Gemeinsam ist allen, daß ihre unscheinbaren, zu einem Kolben vereinigten Blüten von einem meist großen und auffällig gefärbten, blumenblattartigen Hochblatt (Spatha) gestützt werden, welches sie im Knospenzustande umschließt, später ganz oder teilweise sichtbar werden läßt. Viele sind Epiphyten, andere Sumpf- und Wasserbewohner, manche auch Nutzpflanzen.

Literatur: A. Engler, Araceae in: Das Pflanzenreich, 1905, 1908, 1911.

Volkens.