Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 83 f.

Arsenophenylglycin, ein von Ehrlich und seinen Mitarbeitern dargestelltes organisch-chemisches Präparat, das als Heilmittel gegen Trypanosomeninfektionen von Menschen und Tieren angewandt wurde. Es ist mit dem Atoxyl (s.d.) verwandt und stellt ein gelbes, wasserlösliches Pulver dar, das eingeschmolzen unbegrenzt haltbar ist, an der Luft sich aber unter Rotverfärbung leicht zersetzt. Da vereinzelt unangenehme Nebenwirkungen beobachtet sind, werden jetzt Atoxyl und Salvarsan bei der Behandlung der Schlafkrankheit (s.d.) ihm vorgezogen.

Martin Mayer.