Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 93 f.

Atjuti, meist Atjode gesprochen, Landschaft in der Gebirgszone Mitteltogos im Verwaltungsbezirk Kete- Kratschi. A. nimmt denjenigen Teil des zentralen Togogebirges ein, der sich an die Landschaft Adele (s. d.) nördlich anschließt; im Westen erstreckt sich A. bis an den Oti. Der östliche Teil A.s ist ausgesprochenes Gebirgsland mit zum Teil waldigem Charakter; dort kommen noch ziemlich viele Kautschuklianen vor. Die Kautschukgewinnung ist ein wichtiger Erwerbszweig der A.leute. Der westliche in der Ebene gelegene Teil A.s ist typisches Baumsteppengebiet. Die Eingeborenen gehören zu den Guangvölkern (s. d.). Oberhäuptling von A. ist der Fetischpriester in Siade, wo die weit über die Grenzen A.s hinaus als mächtig anerkannte Gottheit Buruku ihren Sitz hat.

v. Zech.