Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 117

Baiahochland. Das B., nach den es zum größten Teil bewohnenden Baia genannt, ist der östlichste Teil des Hochlandes von Südadamaua in Kamerun. Im NW. geht es in das Ngaunderehochland über, im S. in das Plateau von Südkamerun. Im O. fällt das B. nach Lenfant mit zwei Stufen ab. Man kann das B. in zwei Gebiete trennen, in das Mbumhochland zwischen Wina und Mbere im N. und das Hochland von Jade im S. Das erstere besitzt eine Höhe von etwa 1100-1300 m und senkt sich erst allmählich, dann aber ganz plötzlich zu dem Winkel zwischen Wina und Mbere. Die Lukuberge und die Laturaberge erheben sich zu beträchtlicherer Höhe. Das Jadehochland dagegen besitzt eine durchschnittliche Höhe von 1200 bis 1400 m und senkt sich nach Osten in einem Bogen zur Tiefebene und zwar in zwei Stufen, von denen die erste durch das Plateau von Buar, die Kareberge, Tumiberge, Simbalberge, Bariberge und Bumbabal, die zweite durch die Berge von Jaumbe, Simbu Sibbere und Fai bezeichnet werden soll. - Das B. ist der größte Quellknoten der Kolonie. Es strömen von dort aus: die Zuflüsse des Logone: Wina, Mbere und Penndé, des Schari: Baria und Uam, des Lobai: Bali und Mbaere, des Ssanga: Mambere und Nana, des Sanaga: Djerem und Lom. - Die Vegetation des B. ist die des Graslandes, Steppe und Savanne, nur einzelne Galeriewälder reichen vielleicht noch bis in dies Gebiet. Bewohnt wird es, wie gesagt, im Norden bis zum Penndé von den Mbum, im Süden von den Baia, und zwar wohnt auf dem Hochland besonders der Unterstamm der Baia-Kaia, an den Hängen sitzen die Baia-Talla und die Baia-Buar.

Passarge-Rathjens.