Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 119

Bakota, Bantunegervolk, das mit seiner Hauptmasse in Französisch-Kongo zwischen dem Iwindo und dem mittleren Likuala Mossaka sitzt, aber zu kleinen Teilen auch auf deutschem Gebiet in Kamerun wohnt, am oberen Iwindo und in dem Gebiet östlich dieses Flusses. Die B. gehören mit einer ganzen Anzahl von Stämmen der Küste von Gabun zu den sog. Zwischenvölkern. Sie sind wilde, unzugängliche Stämme, die in großen Dörfern wohnen. Sie sind Ackerbauer und Jäger. Ihre Kulturen sind sauber und schön. Doch meiden sie den Weißen und wollen keinen Kautschuk sammeln. Gegen sie erfolgt in neuester Zeit der Vorstoß der Fang (s.d.) über den Iwindo nach Osten, und sie scheinen ihnen weichen zu müssen.

Passarge-Rathjens.