Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 122

Balbalsee, richtiger Balbal, was in der Massaisprache See bedeutet, Seebecken in Deutsch- Ostafrika am Südfuß des Meru (s.d.), 1271 m. ü. d. M. Von ovalem Umriß, hat er etwa eine Länge von 600, eine Breite von 360 m. Die größte Tiefe ist 8 1/2 m. Der See ist, abgesehen von dem flachen Nordufer, rings von einem Wall umgeben, der seewärts ganz steil und bis 35 m hoch ist. Nach der anderen Seite fällt er entsprechend der Schichtung der Tuffe, die ihn aufbauen, sanft ab. Der B. ist ein echtes Mar, ohne oberflächlichen Zu- und Abfluß. Das Wasser ist süß. Seit einigen Jahren sitzt ein deutscher Farmer hier.

Uhlig.