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Bali, Volksstamm und Ort in Kamerun.
1. Die B. bewohnen das B.hochland
(s.d.), d.h. den westlichen Stufenabfall des Hochlandes von Südadamaua.
Sie gehören zu den Sudannegern und sind von Osten oder Norden
eingewandert,
gedrängt von mohammedanischen Völkern im Benuegebiet. Die Einwanderung
geschah erst vor einem Menschenalter. Die Ureinwohner zogen sich teils
in die unwirtlichen Gebirge zurück und blieben unabhängig, z. B. die Bametta
(s.d.), teils leben sie als Sklaven und
Unterworfene der B. in ihrem alten Stammlande. Von den B. werden sie Banzoa und Batankoan genannt; über ihre
Stammesangehörigkeit
wissen wir nichts. Die Eroberer haben sich auf den Höhen angesiedelt,
die Ortschaften der Ureinwohner liegen in den Tälern. - Die B.
beschäftigen
sich mit Ackerbau; ihre Felder liegen
in den Tälern, oft weit von den Dörfern entfernt, und werden allein von
Frauen bestellt. Viehzucht und Handel mit den Bewohnern des Waldlandes ist gering.
Sie verstehen es, Kapaunen zu mästen. Die B. sind kräftige, kriegerische
Gestalten. Sie tragen zum Teil mohammedanische Tracht. Zahnverstümmelung
wird geübt. Mit ihren Nachbarn leben die B. in dauerndem Krieg, Kannibalismus soll vorkommen (s. Androphagen). Mit den Weißen, von denen Zintgraff
(s.d.) schon 1889 eine Station in Baliburg gründete, bestand ein gutes Einvernehmen,
bis 1893 die Station aufgehoben wurde. Ein paar Proben ihrer Technik
geben
die Abb. 1 u. 4 der Tafel 86 wieder. Abb. 1 einen der
hier wie in anderen
Teilen des Graslandes gewerbsmäßig hergestellten Tonpfeifenköpfe, Abb.
4 ein ebenso phantastisch gearbeitetes Ölgefäß aus Ton.
2. B. ist ferner ein großes Dorf von ungefähr 30000 Einwohnern,
Hauptstadt
des B.landes. Es ist durch eine Straße mit der Banjangbucht sowie mit
Bamenda (s.d.) verbunden. B. war von
1889-1898
eine Militärstation. Es befindet sich dort eine Niederlassung der Baseler
Missionsgesellschaft (s.d.).
Passarge-Rathjens.
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