Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 123

Balihochland, Hochland im äußersten Westen des Plateaus von Kamerun. Es ist der westlichste Teil der oberen Hochländer von Südadamaua. Im Westen fällt es steil mit einer Stufe zur Banjangbucht ab, im Süden steigt es noch an zu den Bambutobergen, und im Osten fällt es ebenfalls steil ab zur tief eingeschnittenen Mijasenke, die von einem Nebenflusse des Katsena Allah durchflossen wird. Weniger steil ist der Abfall im Norden, wo ein stufenweiser Übergang zu dem Benuetiefland hin stattfindet. Das B. ist also vom Plateau abgetrennt, und der Paß, der hindurch führt, ist nur 1300 m hoch. Das B. selbst besitzt eine Höhe von teilweise über 2000 m. Im Westen dieser Senke erhebt sich steil und zackig das Bamettagebirge (s.d.), das fast 800 m die Balisenke überragt. Im Norden von Bali (s.d.) setzt sie sich in das Bafuthochland (s. Bafut), einem welligen Plateau von 12- 1500 m Höhe, fort. Die Höhenrücken des Bamettagebirges streichen teilweise von Südwesten nach Nordosten, teilweise von Nordwesten nach Südosten. Die Nebenflüsse des Katsena Allah, die den nördlichsten Teil des B. entwässern, fließen genau südnördlich. Im Nordwesten liegen die Wadjemberge, die noch eine Höhe von 1300 m besitzen und steil nach Bascho hin abfallen. Die Entwässerung des B. wird im Süden durch den Kreuzfluß besorgt, im Norden nur durch die Nebenflüsse des Katsena Allah. - Der Übergang von dem Urwald, der bis ca. 1000 m die Südhänge des B. bedeckt, ist ein plötzlicher und überraschender. Das Plateau selbst ist teilweise wohl in größeren Höhen wieder mit Höhenwald bedeckt, sonst mit Gras nebst Buschsteppe.

Passarge-Rathjens.