Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 126

Bametta, Volk in Kamerun. Sie bewohnen den östlichen, höchsten und stark zerklüfteten Teil des Bamettagebirges (s.d.), das sich schroff über dem Balihochland erhebt. Sie gehören zu den Ureinwohnern des Landes, die sich vor den eindringenden Bali (s.d.) in das Gebirge zurückgezogen haben. Ihre Zahl beträgt 15-20000 Seelen. Sie wohnen in großen Dörfern, die einzelnen Häuptlingen unterstehen. Die B. sind ein wilder und kriegerischer Volksstamm, der noch ganz allgemein dem Kannibalismus (s. Androphagen) huldigt. Ihre Unterwerfung war mit mehreren Kriegszügen in dem schwierigen Gelände verbunden, in dem sie ausgezeichnete Deckung fanden.

Passarge-Rathjens.