Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 126

Bamettagebirge, Gebirge in Kamerun, das den erhöhten Westrand des Balihochlandes (s.d.) bildet, aus dem es schroff 500-800 m hoch aufsteigt. Die absolute Meereshöhe reicht an 2000 m. Die hauptsächliche Streichrichtung ist nordwestlich, im südlichen Teil biegen die Ketten in nordöstlicher Richtung um. Nach Westen senkt sich das B. und bricht mit den ca. 1200 m hohen Wadjembergen mauerartig zum Ossidingetiefland ab. - Das B. besteht aus altkristallinen Gesteinen, seine steilen Abbrüche weisen auf tektonische Entstehung. Es ist ein wildes, zerklüftetes, unwegsames Bergland. Es wird von vielen Höhlen berichtet, in denen sich die kriegerischen Eingeborenen versteckt halten. Das sind im eigentlichen B. die Bametta (s.d.). Der Urwald zieht sich im westlichen Teile bis nahe an den Kamm, im östlichen bleibt er in den Tälern und weicht endlich ganz dem Grasland. Eine wohl beim Geheimbundwesen gebrauchte prachtvolle große Tanzmaske in Form eines menschlichen Gesichts mit einem aufgesetzten Kranz stilisierter Tiere zeigt Abb. 4 der farbigen Tafel Kamerun.

Passarge-Rathjens.