Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 130

Bangwa, Volksstamm in Kamerun, der mit noch einigen anderen kleinen Stämmen im Manengubahochlande, und zwar im Fontemkessel, am Nordhange des Bamendagebirges sitzt. Sie sind bereits Sudanvölker, wenn sie auch zum größten Teil noch im Walde sitzen. Sie sind zur Hauptsache Ackerbauer und sind fleißig und sauber. Ihre Farmen und Wege sind schön angelegt. Daneben sind sie geschickte Schmiede. Sie lebten früher mit allen Nachbarstämmen in steter Feindschaft und haben der Unterwerfung durch die Deutschen energischen Widerstand entgegengesetzt. - Jedes Dorf hat einen Häuptling, der mächtigste war Fontem in dem gleichnamigen Dorf, ein sehr geschickter Schmied. Fontem (s.d.) liegt an einem Quellfluß des Kreuzflusses. Die Hütten der B. sind quadratisch, haben aber noch ein Kegeldach. Das beweist, daß die B. schon unter dem Einfluß der Bantu stehen.

Passarge-Rathjens.