| Bania, Ort in Neukamerun,
am oberen Ssanga, etwa 60 km oberhalb der Einmündung des Kadei. Der Ort wurde 1892 von der Expedition de
Brazza
gegründet und ist seitdem der Name einer Subdivision gewesen. B.
bezeichnet
die Nordgrenze des Urwaldgebietes, der allerdings einige Enklaven noch
nördlicher vorsendet. Die Gegend von B. ist sehr kautschukreich bis
hinauf
nach Carnot. B. liegt am rechten Ufer des
Ssanga. Nach den Franzosen soll die Schiffbarkeit des Ssanga sogar bis
B. hinauf möglich sein, allerdings nur zur Regenzeit während 4 Monaten
des Jahres. Die unüberwindlichen Schnellen sollen erst oberhalb bis
Likaia
reichen. Die Siedelung ist der Sitz der Gesellschaft Haute-Ssanga, die
dort im Jahre 1907 Plantagen von Kautschuk besaß von einer Größe von 71 ha und
einer
Baumzahl von 110000 Stück. Sie beschäftigte damals 60 Arbeiter. - B. liegt im Gebiet der Baia Buri. Im Dorfe
selbst
wohnen außer Baia noch eine Menge Pande
und mehrere Haussahändler. B. ist der Stapelplatz für das Vieh, das über
das Hochland von Jade vom Logone kommt, um Ssanga abwärts geschafft zu werden.
Passarge-Rathjens. |