Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 142

Batangaküste, Name für die Südküste von Kamerun, etwa von der Mündung des Kampo bis zu der des Sanaga. Während südlich das kristalline Grundgebirge bis an die Küste heranreicht, beginnt bei Kribi ein Streifen flachen Vorlandes, der sich nach Norden allmählich verbreitert. Er ist aus den Sedimenten der Flüsse entstanden, und die Meereskräfte, Strömungen und Wellen arbeiten noch an der Gestaltung der Küste. So schieben sich vor die Flüsse von Süden her sandige Nehrungen und zwingen sie, ihre Mündung immer weiter nach Norden zu legen. - An der B. wohnen die Batanga (s.d.), südlich die Kampo (s.d.) und die Bakoko (s. d.). Im Süden der B. ist die flache Banokobucht. Hauptorte sind Kribi an der Kribimündung, Groß- und Kleinbatanga und Plantation (s. die betr. Artikel). Die Handelsniederlassungen an der B. waren ursprünglich französisch und wurden 1885 gegen Konakry in Senegambien an Deutschland eingetauscht.

Passarge-Rathjens.