Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 143

Batom, Volkstamm im westlichen Kamerun, der zur Bakundugruppe (s.d.) der Bantuneger gehört. Die B. bewohnen das B.bergland auf der Wasserscheide zwischen Mungo und Kreuzfluß. Sie sind ein schwächlicher, häßlicher Menschenschlag und wechseln sehr oft die Wohnplätze. Die Dörfer sind unregelmäßig, die Häuser liegen stets verstreut; sie haben viereckigen Grundriß, sind ganz aus den Rippen der Palmblätter gebaut und die Dächer dachziegelartig mit Blättern gedeckt. Die Rodungen und Pflanzungen sind sehr primitiv und liegen meist weit von den Dörfern. In ihnen liegen die Sklavenwohnungen. Sie ziehen vor allem Bananen, Mais und Yams. Ölprodukte und Gummi bringen sie auf die Faktoreien zum Verkauf. Beide Geschlechter tragen nur ein Hüfttuch. Die religiösen Vorstellungen sind wenig bekannt; am Ende jeden Dorfes steht ein Fetischhäuschen.

Literatur: Hutter, Wanderungen u. Forschungen im Hinterlande von Nord-Kamerun.

Passarge-Rathjens.