Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 143

Batombergland nennt Hutter das Hügelland von ca. 500 m Höhe, das sich zwischen der Bakunduplatte und der Banjangbucht im Nordosten der Rumpiberge in Westkamerun erhebt. Es bildet die Wasserscheide zwischen dem Mungo im Süden und den Nebenflüssen des Kreuzflusses im Norden. Der Nord- und Südabhang hat steile Böschungen. Das Grundgestein wurde nirgends, auch nicht in den Flußbetten, anstehend gefunden; der Boden ist tiefgründig verwittert, und der Marsch besonders zur Regenzeit im aufgeweichten Lehmboden höchst beschwerlich. Dichter Urwald bedeckt das ganze Bergland, das aus einzelnen rundlichen Kuppen besteht. Der Nordfuß des B. ist zugleich eine Völker- und Sprachscheide: südlich derselben wohnen die Bakundu (s.d.) und die Batom (s.d.) selbst, nördlich die Mabum und Banjang (s.d.). - Hutter (s.d.) legte im B. 1891 eine Station an, mußte sie aber 1893 wieder aufgeben.

Literatur: Hutter, Wanderungen u. Forschungen im Hinterlande von Nord-Kamerun.

Passarge-Rathjens.