Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 143

Batta, heidnischer Sudanstamm in Kamerun, dessen Sitze am Benue und unteren Faro, etwa zwischen Garua (s.d.) und Jola (Nigerien) liegen. Ehe die Einwanderung der Fulbe (s.d.) erfolgte, hatte ihr Sultan Kokomi das Fumbinareich gegründet mit der Hauptstadt Kokomi. Jetzt sind die B. vollständig unterjocht oder haben sich in die Gebirge zurückgezogen. Unter den Sklavenjagden des Emirs von Jola hatten sie schwer zu leiden, die Farobucht ist fast ganz entvölkert. Ein wichtiges B.zentrum ist die Stadt Kona am Nordhang des Ssarimassivs. Die B. sind vor allem Ackerbauer, daneben haben sie etwas Vieh. Ihre Eisenschmiedekunst ist berühmt. Sie haben als Waffen Speere, Pfeil und Bogen, Schwerter und Dolche.

Passarge-Rathjens.