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Bauholz. Die Schutzgebiete
Kamerun
und Deutsch-Ostafrika sind
reich
an wertvollem B. und Edelholz; aber diese Hölzer ermangeln noch ihres
Absatzgebietes auf dem Weltmarkt, da die Verwertung der reichen
Holzbestände
infolge der noch wenig entwickelten Verkehrswege und infolge des Mangels
an Sägewerken u. dgl. noch auf große Schwierigkeiten stößt; diese werden
sich aber mit der Zeit überwinden lassen. Als wichtige B. sind zu
nennen:
1. in Deutsch- Ostafrika die Zeder (s.d.),
dem Wachholder nahestehend, z. B. im Schumewald von Usambara,
bei 25 m Höhe mit 80 cm Durchmesser in Mannshöhe; das Mwuleholz, ähnlich dem Tiekholz (Chlorophora excelsa, s.d.), schlank,
mit hochangesetzter Krone, ameisenfest, zur Möbelherstellung geeignet;
Podocarpus, eine Nadelholzart; das hellbraune
Queoholz; ferner Mninga und das sog. rote Eisenholz (s.d.), Kamballa; dies ist oft so hart, daß es sich nicht
nageln oder sonst bearbeiten läßt. 2. In Kamerun
zahlreiche in den Namen schwankende, nach ihrem Herkommen und ihrer
Natur
noch nicht genügend erforschte mahagoni-, eichen-, tiek- und
pitchpineartige
Hölzer. 3. In Deutsch-
Neuguinea
das vorzügliche Holz von Afzelia bijuga (s.d.), dem Tiekholz durchaus
gleichwertig, für die Zwecke des Schiffsbaus in hohem Grade geeignet.
Die Ausbeutung der reichen Bestände ist eingeleitet. Deutsch-Südwestafrika
ist arm an B. - Das heimische
B. ist in den Schutzgebieten nur mit Vorsicht zu verwenden, weil es an
den meisten Orten in kurzem von den Termiten,
bei Seebauten vom Bohrwurm (s.d.) stark
angegriffen wird. S.a. Nutzhölzer,
Forstwesen und Urwald.
Literatur: Jentsch, Der Urwald
Kamerum.
Beihefte zum Tropenpflanzer.
Bd. XII. März 1911.
Baltzer. |