Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 154

Becker, Carl Heinrich, Dr. phil., Professor der Geschichte und Kultur des Orients, geb. 12. April 1876 in Amsterdam, promovierte in Heidelberg, bereiste dann von 1900/02 Spanien, Ägypten, den Sudan, Syrien und die Türkei, habilitierte sich 1902 in Heidelberg, wurde dort 1906 zum ao. Professor ernannt und bei der Gründung des Kolonialinstitutes 1908 nach Hamburg berufen, wo er ein Seminar und die Zeitschrift "Der Islam" begründete. 1913 folgte er einer Berufung an die Universität Bonn. Seine Schriften bewegen sich meist auf arabistischem, papyrologischem und historischem Gebiet. Ferner veröffentlichte er: Christentum und Islam. Tüb. 1907 (a. engl.). - Ist der Islam eine Gefahr für unsere Kolonien? (KolRundsch. 1909). - Der Islam und die Kolonisierung Afrikas. Intern. Wochenschr. 1910 (a. franz.). - Staat und Mission in der Islampolitik (Kolonialkongreß 1910). - Der Islam in "Die Religion in Geschichte und Gegenwart", Bd. 3. - Panislamismus (Arch. f. Religionswissenschaft, Bd. 7). - Beiträge zur Geschichte Ägyptens, 2 Tle. Straßb. 1902 u. 1904.