Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 184 f.

Bersebahottentotten, Stamm der Orlam in Deutsch-Südwestafrika, d.h. der Stämme im Namalande, die erst im Anfange des 19. Jahrh. über den Oranjefluß zogen, wo sie bald die Oberhand über die schon früher dort ansässigen Stämme ihrer Rasse gewannen. Der Stamm, der sich selbst als Haikauan bezeichnet, bewohnt noch heute das Gebiet von Berseba (s.d.). In die Entwicklung des Verhältnisses zwischen den verschiedenen Rassen der Eingeborenen hat er infolgedessen viel weniger eingegriffen als die Afrikaaner (s.d.). Wohl aber haben sich die B. dadurch einen guten Namen gemacht, daß sie, als während des großen Eingeborenenkrieges (s. Hereroaufstand) unter Führung Hendrik Witbois (s.d.) der Abfall der Naman erfolgte, als einziger von allen Stämmen des gelben Volkes der deutschen Regierung treu blieben.

Literatur: H. v. François, Nama und Damara. Magdebg. - K. Schwabe, Im deutschen Diamantenlande. Berl. 1910.

Dove.