Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 192

Betelpalme, Areca Catechu, eine zierliche, schlanke Fiederpalme, die etwa eine Höhe von 20 m erreicht. Durch die regelmäßigen Blattspuren der alten Fiederbüschel erscheint der etwa 1/4 m starke Stamm in gleichmäßigen Abständen fein geringelt. Die fein gefiederten Blätter werden bis 4 m lang und bilden etwa zu acht die Krone der Palme. Die B. gehört wohl mit zu den zierlichsten Vertretern ihrer Familie. Die Blüten stehen zu vielen an reichverzweigten Blütenständen und entwickeln sich zu hühnereigroßen Früchten (s. Betelnuß). Die B. ist eine alte Kulturpflanze und in ganz Südasien, ferner in Melanesien und im westlichen Mikronesien verbreitet. Von dort kam sie über Indien nach Ostafrika, wo sie sich vor allem auf Sansibar findet, dann aber auch an der ostafrikanischen Küste besonders in feuchteren Gebieten.

Voigt.