Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 192

Betelpfeffer (Piper betle). Dieser wie die meisten Pfefferarten kletternde Strauch, ist im ganzen Indischen Archipel von der Südsee bis an die afrikanische Küste verbreitet. Er findet sich mit der Betelpalme (s.d.) überall dort, wo die Sitte des Betelkauens verbreitet ist, und zwar in um so sorgfältigerer Kultur und in um so größerer Menge, je mehr das Kauen Gewohnheit bei den Eingeborenen ist. Die Blätter sind eiförmig zugespitzt, am Grunde herzförmig ausgebuchtet und zeigen eine etwas rötliche Farbe. Sie enthalten ätherisches Öl, auf das der aromatische, prickelnde Geschmack zurückzuführen ist, und roten Farbstoff. Der B. ist eine alte Kulturpflanze und wird überall von den Eingeborenen in der Nähe ihrer Hütten, meist an Stützbäumen gepflanzt.

Voigt.