Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 193

Bethanierhottentotten, Stamm der Orlam, d.h. der aus der Kapkolonie erst im vorigen Jahrhundert nach Deutsch-Südwestafrika eingewanderten Stämme. Er selbst nennt sich Amain und gehört ursprünglich zu den stärksten, im Schutzgebiet ansässigen Stämmen des gelben Volkes. An Bedeutung trat dieser Zweig der Naman gleichwohl weit hinter den Afrikanern (s. Afrikaaner) und den Witbois (s.d.) zurück. Der Stamm gehört ebenso wie die ihm benachbarten Bersebahottentotten (s.d.) zu den seßhafteren Naman (s.d.), wenngleich auch er verschiedentlich an Unruhen beteiligt war und sich 1904 den Witbois sehr bald nach dem Ausbruche des Aufstandes anschloß (s. Hereroaufstand).

Literatur: H. v. François, Nama und Damara. Magdebg. - K. Schwabe, Im deutschen Diamantenlande. Berl. 1909.

Dove.