Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 212

Binder (s. Tafel 90), Stadt in Kamerun, die seit dem deutsch-französischen Grenzabkommen vom Nov. 1911 deutsch ist. Sie liegt am Mao Binder, einem nördlichen Nebenfluß des Mao Kebbi. Ursprünglich war B. eine Stadt der heidnischen Mundang; diese zogen sich aber vor den eindringenden Fulbe ins Gebiet südlich des Mao Kebbi zurück und gründeten Binder-Mundang (oder Binder-Nairi). Binder-Fulbe ist jetzt ein wichtiger Grenzposten der Fulbe gegen die östlichen Heidenstämme. Ein Posten der Schutztruppe ist jetzt dort stationiert. Die Stadt ist nur zum Teil geschlossen gebaut, ein Teil der Gehöfte dehnt sich längs des Flusses aus. Die Häuser sind aus Lehm nach der Bauweise der Mundang errichtet. - (S. a. Tafel 81.)

Passarge- Rathjens.