Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 218

Blattläuse, kleine Schnabelkerfe (s.d.), die durch massenhaftes Auftreten an den zarten Teilen der Pflanzen diesen oft sehr schädlich werden. Sie pflanzen sich meist mehrere Generationen hindurch ohne vorhergehende Befruchtung (parthenogenetisch), entweder eierlegend oder lebendig gebärend fort. Außer ungeflügelten Generationen sind meist auch geflügelte vorhanden. Namentlich die zweigeschlechtlich sich fortpflanzenden Generationen sind meist geflügelt (Heterogonie). B. gibt es überall auf der Erde, also auch in unseren sämtlichen Kolonien. Im kleinen kann man B. durch Bestäuben mit Tetrachlorkohlenstoff vertilgen. Ihre natürlichen Feinde sind die Larven der Marienkäfer und der Florfliegen. Ihre Freunde sind die Ameisen (s.d.), weil diese sie ihres zuckerhaltigen Kotes wegen Feinden gegenüber verteidigen.

Dahl.