Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 222

Blutegel, Ringelwürmer (s. Würmer), welche am Vorder- und Hinterende des Körpers mit einem Saugnapf versehen sind und sich meist vom Blute der Wirbeltiere nähren. Sie kommen teils im Meere, teils im Süßwasser, teils auch auf dem Lande vor. In den Tropen Fallen besonders die Land-B. unangenehm auf, indem sie sich dem Menschen bei seinen Wanderungen durch die feuchte Tropenvegetation anhängen, um ihm Blut abzusaugen. Der Land-B. wurde zuerst von Ceylon als Hirudo ceylonica beschrieben. Er ist aber nicht nur dort, sondern auch auf den Sundainseln und Molukken bis Neuguinea zuhause.

Dahl.