Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 222

Blutharnen bei Tieren kann vorkommen bei Verletzungen der harnabführenden Wege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase, Harnröhre, durch Konkremente [Steine] oder von außen), ferner bei Ansiedelung von Würmern (Eustrongylus gigas im Nierenbecken beim Hunde, Pferde und Rinde und Bilharzia crassa [s.d.] beim Rinde und Schafe) und infolge einer schleichenden Entzündung der Blasenschleimhaut beim Rinde (sog. Stallrot). Häufiger als das B., bei dem wirkliches Blut (Blutkörperchen) mit dem Harne ausgeschieden wird, ist der Absatz blutig aussehenden Urines, wobei aber nicht Blut, sondern nur Blutfarbstoff zur Ausscheidung gelangt (s. Hämoglobinurie und Texasfieber).

v. Ostertag.