Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 229 f.

Bondei, Landschaft in Deutsch-Ostafrika, erstreckt sich vom Unterlauf des Pangani (s.d.) im Süden nordwestwärts bis an die Südhänge Ost-Usambaras (s. Usambara), nordwärts etwa bis zum Sigi (s.d.), begreift den Küstenstreifen nicht ein. Es sind gegen 1000 qkm hügeligen Landes, das im Tongwe 630 m ü. d. M. erreicht. Fruchtbarer Rotlehm, mit schwerem Buschwald bestanden, findet sich häufig. Der Regen fällt reichlich, mancherorts an 1500 mm, und stellt sich leidlich regelmäßig ein. Am Nordrand der Landschaft fährt die Usambarabahn entlang, von Station Muhesa (s.d.) nach Tanga (s.d.) sind es 40 km. Der Pangani ist unterhalb seiner großen Fälle schiffbar. So hat sich B. im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einem der wichtigsten Plantagengebiete Deutsch- Ostafrikas entwickelt. Hier liegen z.B. Lewa (1418 mm Regen im 16jähr. Mittel), Kwamhanja, Ngomeni, Muhesa, Kihuhui. Manihotkautschuk und Sisalhanf sind die Hauptprodukte. Die Eingeborenen sind die Wabondei (s.d.).

Uhlig.