Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 231

Borassuspalme (Delebpalme, Kisuaheli: mvumo, Ewe: ago; s. Farbige Tafel ), Borassus flabellifer L. var. Aethiopum Mart., eine in Steppengebieten des tropischen Afrikas häufig vertretene Fächerpalme, stellenweise - z.B. in Südtogo - ansehnliche Haine bildend. Sie wird über 30 m hoch und ist durch eigenartige bauchige Anschwellungen des Stammes ausgezeichnet (s.a. Dumpalmen). Die Früchte erreichen Kindskopfgröße. Das Holz ist termitensicher und wird in Togo für Brückenbauten geschätzt. In Ostafrika wird aus dem Stammgipfel Palmwein gewonnen, was zum Absterben des Baumes führt. (Weitere Nutzungen: Warburg.)

Literatur: Warburg in Englers Pflanzenwelt Ostafrikas, Tl. B, 20 ff. 1895. - W. Busse in Schenck u. Karsten, Vegetationsbilder, IV. Reihe, Heft 2. 1906.

Busse.