Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 236

Brackwasser, das salzhaltige Wasser, das mit mehr oder weniger deutlichem Gehalt an festen Stoffen in Pfannen, aber auch an einzelnen Stellen innerhalb des Grundwassers der Flußebenen in Deutsch-Südwestafrika sich findet. So ist das Wasser des Kuisebgrundes in der Nähe von Sandfontein brackig, doch ist es hier wie überhaupt an Stellen, an denen der Salzgehalt nur gering ist, trotz seines eigenartigen Geschmackes genießbar. Die Häufigkeit von Beimengungen fester Stoffe in geringen Mengen hat dazu geführt, daß das Wort Brackwasser, meist in der holländischen Form "Brakwater" auch als Ortsbezeichnung nicht selten vorkommt, so bei dem zwischen Windhuk und Otjiseva gelegenen Platz, der als Ausspann- und Ruheort zur Zeit des Ochsenwagenverkehrs bei den Transportführern sich einer gewissen Beliebtheit erfreute.

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