Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 246

Buanji, Landschaft in Deutsch- Ostafrika, nö. vom Njassa (s.d.), wird vom See durch Ukinga (s.d.) getrennt. B. umschließt in seinen 2200 qkm als hohes Gebirgsland das Quellgebiet des Gr. Ruaha (s.d.). Es gehört zum östlichen Livingstonegebirge (s.d.). Die Zahl der Wabuanji (s. Tafel 198) dürfte über 7000 betragen, so, daß die Bevölkerungsdichte 3-4 ist. In B. liegt der Tja Fjukwa- Berg mit einem schwachen Kupfervorkommen. Die Berliner Missionsgesellschaft hat hier nahe der Grenze gegen Ukinga die Station Magoje (s. Tafel 133) in 1965 m Mh. mit 1048 mm Regen (vierjähr. Mittel). Das Temperaturmittel des Juli, des kühlsten Monats, ist 11,7°, das des wärmsten, des Nov., 15,3°, das Jahresmittel 14,0°. Ebenso ist die Verteilung des Regens über das Jahr die für das kontinentale Passatklima normale (s. Deutsch-Ostafrika 4). Mai bis Nov. sind ganz regenarm. Der Einfluß des Njassa (s. Konde) reicht nicht mehr hierhin.

Uhlig.