Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 247

Bubu, ein Fluß des abflußlosen Gebietes längs der Ostafrikanischen Bruchstufe (s.d.), etwa 290 km lang, entspringt im Urwald des südlichen Iraku (s.d.) in über 2000 m Mh., stürzt alsbald nach SO an der genannten Bruchstufe hinab, fließt dann im wesentlichen nach SSW, kommt über die senkrecht zu ihm sich erstreckende Bruchstufe von Nordugogo herab, verliert sich schließlich sö. von Kilimatinde (s.d.) in der großen Salzsteppe von Ugogo (s.d.) etwa in 820 m ü. d. M. Erst dort mischen sich in der Regenzeit seine Wasser mit denen seines kürzeren westlichen Zwillingsflusses, des Mpondi, der in Turu (s.d.), ebenfalls am Rande der Ostafrikanischen Bruchstufe, entspringt. Beide Flüsse sollen fast das ganze Jahr bis in die Nähe des Sumpfes einiges Wasser führen. Literatur: E. Obst, Der östl. Abschnitt der Großen Ostafrikanischen Störungszone, Mitt. d. Geogr. Ges. Hamburg XXVII, 1913.

Uhlig.