Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 250

Bugoie (oder Bugeue), Landschaft in Deutsch-Ostafrika, am NO-Ufer des Kiwu (s.d.), etwa 1000 qkm groß. Die Nordhälfte gehört zum jungvulkanischen Land der Virungavulkane (s.d.), die südliche führt über in das Hochland des Zwischenseengebietes (s.d.), wo das Urgesteingerüst zutage tritt. B. gehört zum Sultanat und zur Residentur Ruanda (s.d.); es ist sehr dicht bevölkert, besonders in der Umgebung von Kissenji (s. Ruanda). Von der unterm 7. Juni 1912 ratifizierten neuen Grenze zwischen Deutsch-Ostafrika und der Kongokolonie wird B. leider mitten durchschnitten.

Literatur: KolBl. 1912, S. 647 mit Karte.

Uhlig.