Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 252

Bukongo, Volksstamm in Kamerun, im Osten des Ssanga, zwischen Nola und Bania. Wahrscheinlich gehört er zu den Sudanvölkern. Sein mächtigster Häuptling hat seinen Sitz in Barondo, das auf einem breiten Hügelrücken gelegen ist. Die Wasserscheide zwischen dem Ssanga und den Ubangizuflüssen ist hier wenig bekannt. Nach Lenfant ist sie mit Urwald bewachsen ohne fließendes Wasser, so daß die Eingeborenen Lianen anschneiden, um Wasser zu erhalten. Weiter im Norden, allerdings wohl schon im Gebiet der Jangere kommen mehrere Flüsse mit grünem Wasser vor, was nach Lenfant auf Kupferlagerstätten deuten soll. Die B. sind nach Zimmermann fleißige Ackerbauer, die sehr schöne Kulturen angelegt haben. Sie sind mittelgroß und kräftig und haben ihr Gebiet sehr dicht besiedelt. In Barondo beispielsweise sollen 10000 Einwohner sitzen. An Vieh sind Ziegen, Schafe, Hühner und Enten vorhanden. Die Häuser sind übrigens rechteckig, sind also Bantuhäuser.

Passarge-Rathjens.