Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 257 ff.

Burton, Sir Richard Francis, Offizier der britisch-ostindischen Armee, Konsul, Weltreisender, geb. 19. März 1821 zu Barbamhouse (Hertfordshire), gest. 20. Okt. 1890 zu Triest. Von den ausgedehnten Reisen B.s Fallen zwei auf die deutschen Kolonien. 1857 brach er mit Speke (s.d.) von Sansibar zur Erforschung der ostafrikanischen Seen auf; beide entdeckten am 14. Febr. 1858 den Tanganjikasee. Die Entdeckung des Victoriasees war Spekes alleiniges Werk, während B. auf der Rückreise begriffen in Tabora krank lag. Als britischer Konsul in Fernando Po vollführte B. im Dezember 1861 mit dem Botaniker Mann die erstmalige Besteigung des Fako (Kamerunberg). Unter seinen zahlreichen Schriften betreffen die deutschen Kolonien: The lake regions of Central Africa, Lond. 1860, 2 Bde.; Abeokuta and the Cameroon Mountains, Lond. 1863, 2 Bde.