Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 275

Chrysarobin, in Salbenform verschiedener Konzentration angewandtes, in der Dermatologie vielfach gebrauchtes Mittel. Es wird durch Reinigung des in Höhlungen der Stämme von Andira Araroba ausgeschiedenen Sekretes (Goa-Pulver) gewonnen. Von den tropischen Hautkrankheiten ist es der sog. Ringwurm (tropischer R.), in Ostasien Dhobie itch genannt (s. auch unter Hautkrankheiten und Ringwurm), für den das C. ein hervorragendes Mittel darstellt. Bei empfindlichen Personen, also besonders Weißen, verursacht es aber leicht Hautentzündungen - es darf im Gesicht, und in der Nähe der Augen besonders, überhaupt nicht angewandt werden - und ist deshalb stets nur nach Angaben eines Arztes zu benutzen.

Martin Mayer.