Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 279

Creek (sprich Krik), im britisch-kolonialen Sprachgebrauch ein kleiner Fluß (s. Tafel 36). Durch Bornhardts Untersuchungen (Zur Oberflächengestaltung und Geologie Deutsch-Ostafrikas, Berl. 1900) an der ostafrikanischen Küste hat das Wort für dies Gebiet eine ganz bestimmte morphologische Bedeutung gewonnen; es bezeichnet die tief in das Land eindringenden, oft verästelten Buchten, in deren Hintergrund kleine Flüsse oder Bäche münden, deren Größe in keinem Verhältnis zu der der Bucht steht. Die C. (Bornhardt schreibt Krieks) entstanden dadurch, daß durch das Vordringen des Meeres (relative Hebung des Spiegels, positive Strandverschiebung) die dem Meer benachbarten Teile des Flußtales unter Wasser gesetzt (ertränkt) wurden.

Uhlig.