Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 289

Dauerwaren werden in großen Mengen in Form von Fleisch-, Fisch-, Butter-, Milch-, Gemüse- und Obstkonserven in unsere Kolonien eingeführt. Sie dienen in der Hauptsache dazu, den Tisch der Weißen abwechslungsreicher zu gestalten, werden in Deutsch-Südwestafrika auch schon viel von Eingeborenen gekauft. Für größere Reisen in wenig bewohnte Gegenden, für entlegene Stationen und für die Schutztruppe und die Polizei auf ihren Patrouilen und Expeditionen bilden sie einen unentbehrlichen Teil der Verproviantierung. An der Einfuhr von D. ist vorwiegend Deutschland beteiligt, in Deutsch-Südwestafrika findet auch die Konservenindustrie Britisch- Südafrikas günstigen Absatz.

Neumann.