Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 291

Dekka (Doka), heidnischer Sudanstamm in Adamaua (Kamerun). Sie bewohnen das Tschebtschigebirge und die östlich gelegene Dalamiplatte, letztere gemeinsam mit den Tschamba (s.d.), mit denen sie nahe verwandt, vielleicht sogar identisch sind. In der Ebene sind sie zu Hörigen und Sklaven der Fulbe geworden, während die Gebirgsbewohner noch frei sind. Die D. haben Kegeldachhäuser, ihre Gehöfte unterscheiden sich nicht von denen der Fulbe. In meterhohen Häuschen in Bienenkorbform wird aus einer Grasart Salz gebrannt. - Die Bekleidung besteht bei beiden Geschlechtern nur in einem Schurz, doch macht sich der Einfluß der mohammedanischen Kultur sehr geltend. Die D. sind Ackerbauer und Viehzüchter, verstehen Töpferei, Salz- und Eisengewinnung und auch die Weberei.

Passarge-Rathjens.