Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 292

Denham, Dixon, englischer Afrikareisender, geb. 1. Jan. 1786 zu London, gest. 8. Mai 1828 zu Freetown (Sierra Leone), zog 1822/23 mit Clapperton und Oudney von Tripolis durch die Sahara nach Kuka. Von dort besuchte er mit einer arabischen Truppe 1823 den nördlichen Teil des Mandaragebirges zwischen Mora und Musfeia (bei Marua). Aus einer schweren Niederlage, die die Araber gegen die Fulbe erlitten, konnte er sich nur durch abenteuerliche Flucht retten. 1824 bereiste er das Südufer des Tsadsees und entdeckte den Schari; später besuchte er auch einen Teil des Nordufers und entwarf die erste Karte von dem See. D. wurde 1827 zum Gouverneur von Sierra Leone ernannt und starb bald darauf am Fieber. Er schrieb mit Clapperton: Narrative of travels and discoveries in Northern and Central Africa in the years 1822/24, Lond. 1826.