Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band I, S. 299 f.

Deutsche Afrikabank. Die D. A. B., A.-G. wurde am 28. Juni 1906 mit einem Kapital von 1 Mill., auf welche zunächst 25 % eingezahlt worden sind, von der Direktion der Diskonto-Gesellschaft in Berlin und der Norddeutschen Bank in Hamburg im Verein mit einigen Geschäftsfreunden gegründet. Sitz der Bank ist Hamburg. Die Bank übernahm das bis dahin von den Bankabteilungen der Damara- und Namaqua-Handels-Gesellschaft in Swakopmund, Windhuk und Lüderitzbucht betriebene Geschäft und eröffnete an diesen Plätzen Zweigniederlassungen. Die Bank hat es sich zur Aufgabe gemacht, den bankgeschäftlichen Verkehr Deutschlands und Britisch-Südafrikas mit der Kolonie Deutsch-Südwestafrika zu fördern. Sie ist u. a. die Vertreterin der Diamantenregie für das Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika. Auch hypothekarischen Kredit hat sie in einigen Fällen gegeben. Das Gouvernement unterhält bei den Filialen der Bank Guthaben. Am 1. Juli 1909 wurden weitere 25% und am 1. Juli 1910 die restlichen 50% des Aktienkapitals eingezahlt. Die Dividende belief sich im ersten Jahre auf 4 % und hielt sich seitdem auf 8 %. 1913 wurde das Kapital von 1 auf 2 Mill. M erhöht.

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