| Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, eine ganz Deutschland
umfassende Vereinigung zur Förderung der landwirtschaftlichen Technik,
gegründet 1884 durch Max Eyth. Sitz Berlin. Etwa 18500 Mitglieder. Die
Tätigkeit der D.L.-G. erstreckt sich auf das Gesamtgebiet der deutschen
Landwirtschaft einschließlich der Kolonien.
Behandlung von politischen Fragen ist ausgeschlossen. - Die D.L.-G.
umfaßt
gegenwärtig 8 Abteilungen und 49
Ausschüsse
und Sonderausschüsse; letztere werden zur Bearbeitung besonderer
Aufgaben
gebildet. Veröffentlichungen: die "Mitteilungen" (wöchentlich), die
"Arbeiten"
(zwanglos), das "Jahrbuch" (jährlich 4 Lieferungen) und nach Bedarf: Flugschriften,
"Anleitungen für den praktischen Landwirt" usw. Alljährlich dreimal
größere
Versammlungen: im Frühjahr und Herbst in Berlin, im Sommer auf der
Wanderausstellung
(s.u.). Bezug von Materialien wie Dünger, Futtermittel, Saatgut usw. vermitteln einzelne
Abteilungen (Dünger-, Futter- und Saatstelle). Auskunfterteilung erfolgt
insbesondere durch die Buchstelle, die Baustelle, die Geräte- und die
Saatzuchtstelle. - Die im Jahre 1908 gegründete Kolonialabteilung hat die Aufgabe, die
Technik der Landwirtschaft in den deutschen Kolonien zu fördern. Sie vermittelt u.a. dorthin
den Bezug von Dünger, Saatgut, Zuchtvieh usw., erteilt Auskünfte,
veranlaßt
Preisbewerbe für koloniale Produkte auf den Wanderausstellungen,
organisiert
die Buchführung für koloniale Landwirtschaftsbetriebe usw. - Steigende
Bedeutung haben die alljährlich wechselnd in verschiedenen Teilen des
Reichs stattfindenden Wanderausstellungen der D.L.-G. gewonnen. Sie
gewähren
einen Überblick über die gesamten Leistungen der heimischen
Landwirtschaft
und über deren technische Fortschritte. Tierschauen
mit scharfem Wettbewerb, Preisbewerbe für landwirtschaftliche Produkte,
technische Vorprüfungen und vergleichende Arbeitsprüfungen neuer
Maschinen
und Geräte, Sitzungen der Abteilungen und Ausschüsse usw. sind damit
verbunden.
Seit einigen Jahren ist auf den Wanderausstellungen auch eine besondere
Gruppe für Erzeugnisse der deutschen Kolonien geschaffen worden.
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